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Tierschutz |
| Wichtig. Das Thema Tierschutz Tierschutz bedeutet für uns Schlittenhundeführer nicht, unsere Hunde mit Leckerbissen zu verwöhnen oder auf dem Sofa liegend fettzufüttern! Unsere Hunde sind letztendlich immer noch: einfach Hunde! Unterwegs als Team Wir lieben unsere Tiere und agieren mit ihnen im Team, Mensch und Tier. Das Arbeiten steckt denHunden im Blut seit unsere Urahnen den ersten Wolf domestizierten, aus dem dann nicht nur der "beste Freund des Menschen" wurde, sondern der auch für sie eine unschätzbare Hilfe im harten Alltag darstellte. Die Zusammenarbeit zwischen Tier und Mensch erfolgt freiwillig, ohne jeglichen physischen oder mentalen Zwang. Vorher findet - wie bei allen Athleten - ein ausführliches und sachverständiges Training statt. Hier wird das Team gebildet, Disziplin erlernt und gegenseitiges Vertrauen aufgebaut. Aber, wird während einem Hunderennen die Kreatur nicht dem menschlichen Leistungsdrang geopfert...? Wir meinen nein. Erstens nicht, weil die Hunde so etwas von ihrer Natur aus gar nicht mitmachen und zweitens, weil kein Schlittenhundeführer so etwas möchte. Unsere Tiere sind hochgeschätzte und gut trainierte Partner, die mit viel Zeit, Liebe und Geduld für den gemeinsamen Einsatz angelernt und vorbereitet werden. |
| Gesetzlich geschützt Die gültigen Rennregeln und allgemeinen Tierschutz-Vorschriften sind derart gestaltet, daß das Wohlergehen der Hunde gesetzlich gesichert ist. Bemerken wir, daß ein Tier – in welcher Form und von wem auch auch immer – mißhandelt wurde, führt das für den jeweiligen Verursacher zur sofortigen Disqualifikation. Desweiteren erfolgt seitens der Rennleitung eine Meldung des Betroffenen an den europäischen Dachverband (ESDRA). Von dort können weitere Sperren oder sogar ein totales Startverbot für die ganze Saison verhängt werden. Nicht nur die offiziellenVeranstalter von Schlittenhunderennen, auch die Musher selbst haben untereinander ein wachsames Auge. Schwarze Schafe werden in keiner Weise toleriert! Sicherer Transport Die Hunde müssen in der Art transportiert werden, daß Verletzungen minimiert werden. Deshalb sollen die (geschlossenen) Boxen nicht zu klein, dürfen aber auch nicht zu groß sein (besserer Halt bei eventuellen Notbremsungen). Kettenhunde? Die Stakeout-/ Anbinde ketten müssen genügend lang sein. Der Hund muss für die kurze Zeit die er an der Stakeout-Kette verbringt genügend Bewegungsfreiheit haben. Dabei ist es jedem Tier möglich, ungestört vom jeweiligen "Nachbarn"zu fressen oder seine Notdurft zu verrichten, trotzdem sind so aber Sozialkontakte zu anderen Hunden möglich. Oft hören wir die Frage "Sind die Hunde immer angekettet..."? Nein, natürlich nicht. Nur bei den Rennen bzw. in der Zeit vor und nach dem direkten Trainingseinsatz kommen die Stakeoutketten zum Einsatz. In ihrem eigentlichen zuhause haben die Tiere in der Regel viel Platz, leben in großen Zwingeranlagen, meistens mit einer Spielwiese nebendran. |
| Verletzungen Ein andere vielgestellte Frage ist: "Gibt es auch Verletzungen"? Ja, leider gibt es ab und zu Probleme, meistens wenn die Schnee hartgefroren ist (Gefahr von Schürf- und Schnittwunden). Die Musher kennen ihre Hunde – der eine ist mehr, der andere weniger empfindlich – und ziehen den Tieren dann kleine Strümpfe ("Booties") an. Damit laufen die Hunde sicher und ohne Probleme. Wie bei jedem aktiven Sportler kann es auch zu Verletzungen, z.B. des Bewegungsapparates kommen (Verstauchungen). Während der Rennen stehen für alle Verletzungs-Eventualitäten erfahrene Tierärzte bereit. Über die Jahre sind auch viele alte Hasen unter den Mushern zu Spezialisten geworden und wissen genau was sie machen müssen. Verletzungen waren und sind leider immer Bestandteil im Leben von Mensch und Tier. Aber – Verantwortungsbewußtsein, Training und Erfahrung von Veranstaltern und Mushern tragen dazu bei, das Risiko für Verletzungen (nicht nur) bei den Rennen so gering wie nur irgend möglich zu halten. Fazit: Wir sind faire Sportler. Wir sind ungeheuer stolz auf unsere Hunde, auf die Teamarbeit mit ihnen, auf die gemeinsam erbrachten Leistungen. Dies ist überhaupt nur möglich durch Hochachtung und Liebe zumTier und vom Tier. (Aad Hekkers, ehmaliger TCE-Präsident) |
| Ach, ist der süüüüüß... Sie wollen sich auch einen Husky anschaffen? Bitte
bedenken Sie vorher: Abenteuerromantik á la Jack London reicht nicht aus, um den hohen Lebens-Ansprüchen eines Huskys gerecht zu werden. Schlittenhunde sind sehr spezielle Tiere und ganz sicher nicht mit einem "normalen " Haushund zu vergleichen:
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| Bevor Sie sich also so ein süüüüßes kleines blauäugiges
Hundebaby anschaffen,prüfen Sie, ob Sie wirklich die Möglichkeiten einer
artgerechten Haltung erfüllen können/möchten.
Lassen Sie sich bitte nicht zu Spontankäufen verleiten ! |